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Fachpresse-Interview mit Kevin Göbel zum Jahresschluss 2019

Kevin Göbel ist Geschäftsführender Gesellschafter systemceram GmbH & Co. KG, Siershahn

Frage: Wie beurteilen Sie das abgeschlossene Jahr 2019 für Ihr Unternehmen?

Göbel: Wir können uns über ein gutes Ergebnis freuen. Bei den Küchenspülen – dieser Bereich hat bei uns zwei Drittel Anteil am Gesamtumsatz – liegen wir bis zum Jahresende bei einem rund 6%igen Umsatzplus.

Das OEM-Geschäft im Badbereich hat sich weiter äußerst erfreulich entwickelt. Der Laborbereich unterliegt immer größeren Schwankungen, so auch in 2019, je nach dem, wann welches Großprojekt (Uni, Klinik, Labor usw.) fertig gestellt wird. Im gesamten Unternehmen verzeichnen wir ein Umsatzplus von 4 %.

 

Frage: Wie lautet Ihre Prognose für die Entwicklung Ihres Unternehmens und der Branche für das kommende Jahr?

Göbel: Die Branchenentwicklung ist auch aufgrund kaum vorhersagbarer weltwirtschaftlicher Entwicklungen schwer einzuschätzen. Der breite Ausbau an Kapazitäten in der Küchenbranche wird vermutlich zu Preiskämpfen führen.

Die prognostizierte Entwicklung im Bauhauptgewerbe in Deutschland mit einem Gesamtplus von 5 bis 6 % in 2020 wird die Branche stärken. ‚Am Bau stehen weiterhin alle Ampeln auf Grün,‘ sagt Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Eine frohe Botschaft für alle Unternehmen, die mit Möbeln und Einrichtung zu tun haben. Denn sie profitieren direkt vom Wohnungsneubau – und den damit verbundenen Umzügen und Neuanschaffungen. Verhaltener sieht allerdings das ifo-Institut das Wachstum: Nachdem der Wohnungsneubau von 2014 bis 2018 um insgesamt ein Drittel zulegen konnte, dürfte er ab 2020 kaum noch wachsen – was allerdings eine Stagnation auf hohem Niveau bedeuten würde.

Für unser Unternehmen rechnen wir mit einem Umsatzplus von rund 5 % für das kommende Jahr, wobei vor allem das Industriegeschäft stärker beteiligt sein wird. Wir liegen auch in diesem Jahr deutlich über der Branche; dieser Trend wird sich, davon gehen wir aus, auch im nächsten Jahr fortsetzen. Ein Aspekt ist dabei, dass die „farbigen“ Spülenmaterialien wie Keramik und Composit vom „schwächelnden“ Edelstahl profitieren.

 

Frage: Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für 2020 deutlich gesenkt. Grund ist vor allem der schwächere Welthandel. Wie schätzen Sie das Exportgeschäft für Ihr Unternehmen ein?

Göbel: Der schwächelnde Welthandel wird auch in unserer stark exportorientierten Branche zu Verwerfungen führen. Das europäische Bauvolumen konnte 2019 nur um 2 % wachsen. Bis 2021 rechnet das ifo-Institut in diesem Industriebereich nur noch mit 1,5 % Wachstum in den 19 Mitgliedsländern. Da die Küchenindustrie eine hohe Exportquote hat, wird sich diese Entwicklung auch in den Umsätzen niederschlagen. systemceram rechnet im Laborbereich für 2020 mit einer Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau – rund ein Drittel des Umsatzes wird hier im Ausland getätigt. Österreich hat sich mit einem Umsatzplus von 20 % im laufenden Jahr sehr gut entwickelt. Der relativ niedrige Exportanteil von 15 % bei den Küchenspülen bietet systemceram für die nächsten Jahre reichlich Entwicklungspotential in diversen Märkten, die es – analog zum Kapazitätsausbau im Unternehmen – zu erschließen gilt. Dies ist ein erklärtes Unternehmensziel im Hause.

 

Frage: Der Anspruch nach individuellen Einrichtungslösungen wächst über die Grenzen hinaus. Welche Rolle spielen dabei die Entwicklungen Ihres Unternehmens?

Göbel: systemceram bietet als Vollsortimenter mit mehr als 1000 lagermäßig geführten Spülenvarianten eine nahezu unerschöpfliche Produktauswahl für individuelle Planungen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden zum Beispiel mit individuellen Bohrungen weitere Möglichkeiten, jedem Kundenwunsch und jeder Einbausituation gerecht zu werden. Unser modernes Design und die an den Küchentrends orientierte Farbgestaltung erlauben zudem eine perfekte Abstimmung mit den Küchenmöbeln und dem Umfeld – so dass sich auch bei offenen Planungen ein stimmiges Gesamtbild zeigt.

 

Frage: Wie lautet Ihre produkttechnische Antwort auf die Mega-Trends Individualisierung, Urbanisierung und die damit verbundenen Themen Verschmelzen von Räumen und Mobilität?

Göbel: Individualisierungsmöglichkeiten bieten wir neben den oben genannten Aspekten (Produkt- und Farbvielfalt) auch durch die Möglichkeit, Arbeitsplatten und Spülen mit Industriepartnern ganz individuell nach Kundenwunsch zu gestalten. So erarbeiten wir seit Jahren im OEM-Geschäft mit den Badausstattern sehr erfolgreich individuell gestaltete Waschtische und Arbeitsplatten. Auch im Laborbereich werden individualisierte Produkte hergestellt. Die von uns eingesetzte Frästechnik bietet beste Voraussetzungen, auch kleine Stückzahlen kostengünstig produzieren zu können.

Urbanisierung bedeutet vor allem auch: In der Zukunft werden wir es mit kleineren Wohneinheiten zu tun haben, hierfür bietet unsere Produktpalette reichlich Varianten. Die neue Einbeckenspüle „Mera 51“ und die für den Einbau in einen 50er Unterschrank konzipierte neue „Genea 75“ sind hierfür nur zwei Beispiele. Die zunehmende Mobilität sorgt einerseits für Wohnungswechsel, Neuanschaffungen und damit Mehrumsatz. Andererseits verzeichnen wir einen steigenden Anteil am Projektgeschäft unserer Kunden.

 

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