Aktuelles & Pressemitteilungen

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Was bedeutet „Nachhaltigkeit“ für systemceram?

Interview mit Kevin Göbel und Felix Engel

Das Interesse der Menschen an nachhaltigen Produkten steigt kontinuierlich. Allerdings ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ nicht geschützt und wird daher auch sehr unterschiedlich definiert. Wir fragen Kevin Göbel und Felix Engel, geschäftsführende Gesellschafter von systemceram in Siershahn, wie in ihrem Unternehmen „Nachhaltigkeit“ definiert wird und wie das bei Produkten, in der Produktion und im Unternehmen umgesetzt wird.

 

Frage: „Nachhaltigkeit“ ist ein vielgenutzter Begriff und wird oft als  Verkaufsargument „missbraucht“. Wie ist das bei systemceram?

Kevin Göbel: Das entspricht nicht unseren Intentionen. Vielmehr sind für uns die heute allgemein anerkannten Aspekte relevant, mit denen „Nachhaltigkeit“ objektiv charakterisiert wird: nämlich die Reduzierung von Materialeinsatz und Konsum, die ergiebigere Nutzung von Material, Energie, Produktion und naturverträgliche Stoffkreisläufe, Wiederverwertung, Müllvermeidung usw.

Felix Engel: Dies ist Richtschnur für unser Handeln. Und das schon seit Bestehen des Unternehmens.

Frage: Was bedeutet denn konkret: Reduzierung von Materialeinsatz und Konsum? 

Kevin Göbel: Der Materialeinsatz wird, wie in jedem Produktionsbetrieb, so weit wie möglich reduziert – allein schon aus Kostengründen. Zum zweiten Aspekt, der Verringerung des Konsums, tragen wir mit der hohen Qualität und der daraus resultierenden langen Lebensdauer unserer Produkte maßgeblich bei. Denn langlebige Produkte helfen, unnötigen Konsum zu vermeiden.
Voraussetzung für eine lange Lebensdauer der Produkte sind Haltbarkeit und Strapazierfähigkeit, aber ebenso das moderne und zugleich zeitlose Design von systemceram-Spülen. KeraDomo Küchenkeramik ebenso wie KeraLab-Laborkeramik verfügen über herausragende geprüfte Produkteigenschaften: hohe Schlag- und Stoßfestigkeit, Schnittfestigkeit, Säureresistenz, Kälte- und Hitzeresistenz. Das zusammen sorgt dafür, dass systemceram-Spülen- und -arbeitsplatten praktisch unverwüstlich sind und dauerhaft schön und funktionsfähig bleiben.
er beste Beweis hierfür ist übrigens die Tatsache, dass Feinsteinzeugspülen und -arbeitsplatten von systemceram seit Jahrzehnten weltweit erfolgreich unter härtesten Bedingungen in Labors und Forschungseinrichtungen zum Einsatz kommen. Um die dafür erforderliche obligatorische Einstufung als „chemisch-technisches Steinzeug“ zu bekommen, muss das Material eine Vielzahl einschlägiger Normen und Richtlinien erfüllen.

Frage: Effizienz, was heißt das heute und ggfs. für die Zukunft eines produzierenden Unternehmens?

Felix Engel: Effizienz, also ergiebigere Nutzung von Material, Energie, Produktion, ist für uns – natürlich - ein entscheidender Aspekt allen unternehmerischen Handelns. Nicht nur, aber auch unter dem Gesichtspunkt von Nachhaltigkeit. Im Idealfall ergänzen bzw. befruchten sich Ökonomie und Ökologie.
Um für die Zukunft gerüstet zu sein und um den Aspekten von Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht zu werden, investieren wir kontinuierlich. 2011 wurden rund 15 Millionen Euro in eine neue 6 000 qm große Fertigungshalle und Produktionsanlagen nach neuesten Vorgaben des Energie-Effizienzprogrammes investiert. Unser Stromverbrauch konnte damit um 20 % reduziert werden.
Mit Einsatz eines neuen modernen Tunnelofens mit moderner Brenntechnik sparen wir rund ein Viertel der Energiekosten. Die Abwärme dient zu 100 % als Heizwärme. Ein spezielle Lüftungsanlage bringt die nach oben steigende warme Luft kontinuierlich zurück in den Arbeitsbereich – und dient im Sommer der Frischluftzufuhr.
Unser eigenes Energiezentrum liefert Strom und Energie. Allein 2 Mio. Euro wurden für technische Einrichtungen, wie Trafostation; Drucklufterzeugung und Heizung sowie die 2500 qm große Photovoltaikanlage auf den Dachflächen eingesetzt. So erzeugen wir einen nennenswerten Teil unseres Stroms selbst. Außerdem ist die Halle vollständig mit stromsparender LED-Technik beleuchtet.
Unser Wasserkreislauf ist so optimiert, so dass wir nur 12 % unseres gesamten Wasserverbrauchs als Frischwasser beziehen müssen. 88 % des für die Herstellung von systemceram-Spülen und -Arbeitsplatten eingesetzten Wassers werden heute bereits wiederverwendet – und dementsprechend auch nur 12 % in die Kanalisation geleitet.
Alle anstehenden Investitionen in ein neues Verwaltungsgebäude, neue Produktionsanlagen und ein neues Lager werden selbstverständlich unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit geplant.

Frage: Welche Rolle spielen Regionalität und Wiederverwertung?

Kevin Göbel: Was naturverträgliche Stoffkreisläufe und Wiederverwertung sowie Regionalität als weitere Aspekte von Nachhaltigkeit betrifft, können wir ohnehin mit unseren Produkten punkten, da die Wiederverwertung von Material-Ressourcen für uns ein wichtiges Thema ist. Feinsteinzeugspülen von systemceram werden ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen (Ton, Schamotte, Quarz) hergestellt. Die Hauptbestandteile unserer Produkte kommen aus einem Umkreis von 8 km um unseren Unternehmenssitz. Die Tone beziehen wir zu 60 % aus dem Westerwald, über die Hälfte der Schamotte ebenso. Das spart Wegekosten und Zeit und trägt durch ein verringertes Verkehrsaufkommen natürlich auch zum Umweltschutz bei.
Ton und Erzeugnisse aus Ton sind zu 100 % recyclingfähig. Beschädigte unglasierte Rohware aus unserer eigenen Produktion wird als Schamotte wiederverwertet. (Schamotte ist gebrannter Ton, der anschließend fein vermahlen und mit dem frischen Ton aus der Tongrube und Wasser vermischt wird). Gebrannter Bruch wird an Unternehmen verkauft, die daraus wertvolle Schamotte für andere keramische Erzeugnisse herstellen, aber auch für den Eigenbedarf von systemceram.
Glasierte Tonreste werden an die Tongruben zurückgeliefert. Damit können die Gruben umweltfreundlich aufgefüllt werden. Auch nicht mehr nutzbare Gipsformen kommen als Naturmaterial zum Auffüllen der Tongruben zum Einsatz.
Man kann also sagen: Nachhaltigkeit umfasst bei von systemceram alle Aspekte der Rohstoffe, der Produktion und der Produkte.

Pressekontakt

Farber-Kommunikation

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